- Er ist am 9. 11. 1879 in Székesfehérvár geboren. Sein Vater, József Bory war ein Maschienenschlosser mit 7 Kindern.
- Abitur hat er 1899 in der Hauptrealschule in Székesfehérvár gemacht. In demselben Jahr fing er an Baukunst zu studieren – mit Hilfe eines Stipendiums seines Geburtsstadtes zum Millennium – auf dem Technischen Universität József Nádor
- 1903 ist er Diplomarchitekt geworden, dann hat er ein Jahr lang in Wien freiwilligen Militärdienst geleistet.
- Ab 1904 hat er 2 Jahre lang die Skulpturklasse der Vorgänger der Hochschule für Bildende Künste besucht, wo er auch an Seminaren von Bertalan Székely in Zeichnung und Malen teilgenommen hat. Danach hat er 4 Jahre in der Meisterschule für Skulptur von Alajos Stróbl studiert.
- Im Schuljahr 1906/1907 hat er mit staatlichem Stipendium in Deutschland und Italien Kunst studiert. In Carrara, in der Werkstatt von Paolo Triscornia hat er sich mit Bildhauerei aus Marmor bekannt gemacht.
- 1906 nahm er mit seinem Skulptur ’Bandika’ an einer Auststellung der Ungarischen Gesellschaft für Bildende Künste teil, und ist damit zum regelmäβigen Teilnehmer der Austellungen geworden.
- 1907 heiratete er die Malerin Ilona Komócsin, die er in der Kunstschule kennenlernte.
- 1908 hatte er seine erste selbständige Ausstellung in Székesfehérvár, im Heiligen Stephans Saal.
- 1909 schuf er das „Turul” (sagenumvorbener Greifvogel) des 1849-er Märtyrerdenkmals im Halesz Park, Székesfehérvár. Er hat auch den Bauplan der Kirche zum Herz von Jesus gefertigt.
- 1910 sind ihre Zwillingsschwester, Klára und Ilona geboren.
- 1911 ist die Kirche zum Herz von Jesus aufgebaut worden. Er fing an, als Lehrer der Hochschule für Zeichenlehre zu arbeiten. Er gewann den István Ferenczy Preis von 2000 Pengő (ungarische Währung damals).
- 1912 hat er das Grundstück der späteren Burg im Mariental, Székesfehérvár gekauft.
- 1913 wurde er beauftragt, das Mausoleum der Familie Petőfi (ungarischer Dichter) und auch weitere Mausoleen anzufertigen.
- 1914 ist sein Sohn, György geboren. Wehrend des Krieges hat er als technischer Offizier gedient.
- 1916 während seines Dienstes in Sarajevo, gewann er die Ausschreibung für das Denkmal des Erbprinzes Franz Ferdinand und Erzherzogin Sofia. Er hat die Baupläne einer, nach dem Erbprinzen benannten Votivkirche und des sogenannten Sofia-Heims fertiggestellt, die sind aber nicht zustande gekommen. Das Denkmal wurde 1917 aufgebaut, es wurde aber nach dem Krieg, 1919 zerstört.
- 1916 wurde er mit dem Ritterkreuz des Franz Josef Ordens ausgezeichnet.
- 1918 wurde er zum Lehrer der Hochschule für Bildende Künste ernannt.
- 1920 wurde er zum ehrenamtlichen Oberingenieur der Stadt Székesfehérvár. Gleichfalls ab diesem Jahr unterrichtete er Bildhauerei an der Technischen Universität in Budapest.
- 1922 hatte er eine Sammelausstellung in der Kunsthalle zu Budapest. Für seine Skulptur Ecce Homo bekam er den Szilárd Rökk Preis.
- 1923 hat er angefangen, seine Burg in dem Mariental, Székesfehérvár aufzubauen.
- 1925 stellten sie mit seiner Frau, Ilona Komócsin, ihre Werke im Heiligen Stefans Saal in Székesfehérvár aus. Ebenfalls in diesem Jahr hatte er eine Atelieraustellung an der Hochschule für Bildende Künste.
- 1926 gewann er den Izidor Halmos Kleinplastik-Preis mit seinem Werk Schüssel mit Elefanten.
- 1927 wurde seine Statue zur Erinnerung der gefallenen Helden der Technischen Universität – Der Verletzte Held fertig. Die Statue wurde später entfernt, die Bronze zum Guβ der Stalinstatue verwendet. Es wurde nach dem in der Burg aufbewahrten originellen Gipsmodell 2000 wieder gegossen und am gleichen Ort aufgestellt.
- 1928 wurde auf dem heutigen Rathausplatz in Székesfehérvár der Bischofsbrunnen aufgestellt. Das Denkmal wurde 1938 zu dem Platz vorm Bahnhof umgestellt, nachdem auf seinem originellen Ort der „Reichsapfel” von Béla Ohmann errichtet wurde. Vom Bischofsbrunnen wurden die Skulpturen der Bischöfe in den 50-en Jahren entfernt. Das restaurierte Denkmal steht seit 1972 im Park der Burgmauer am Marktplatz.
- 1929 wurde das Denkmal für die gefallenen Helden der Realschule in der heutigen Ady Endre Straβe aufgestellt. Mit der Bischofsbrunnen-Komposition gewinnt er den Arnold Ipolyi Preis.
- 1930 gewinnt er die silberne Medaille „Arte Moderna” in Barcelona mit der Statue „Begierde”. Er organisierte eine gemeinsame Ausstellung mit József Haranglábi Nemes im FÉSZEK Klub, Budapest.
- 1931 schuf er das Denkmal der gefallenen Helden des Infanterieregiments Hindenburg Nr.69, das in der Kreuzung der Straβen Széchenyi und Balatoni steht.
- 1934 wurde die Bory-Burg von seinem Herren auch für Besucher geöffnet.
- 1940 ist er zum Vorsitzenden der Vereinigung der Ungarischen Bildkünstlern geworden.
- 1943 ist er zum Rektor der Hochschule für Bildende Künste gewählt worden. Sein Auftrag ist 1945 frühlings abgelaufen.
- 1946 schuf er das Heldendenkmal der Arbeiter der Elektrostation.
- 1955 hatten sie mit Lajos Áron Nagy eine gemeinsame Ausstellung im Adolf Fényes Saal in Budapest
- 19. Dezember 1959 ist er in seinem Heim, in der Burg gestorben. Er ruht im naheliegenden Friedhof Csutora, das Mausoleum hat er selbst für die Familie geplant.
- 15. März 1994 wurde er zum Ehrenbürger des Bezirks.
- 15. August 1997 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Székesfehérvár. Im Heiligen Stefans Saal wurde eine Ausstellung zu seinem Andenken organisiert.
BORY-VÁR
Biografie von Jenő Bory
QR-Übersetzung der biografischen Tafel über Jenő Bory.